Zahnarztpraxis Dr. Matthias Seyffarth - Praxis für Kieferorthopädie




























Das Konzept der modernen Kieferorthopädie beruht auf der Herstellung eines harmonischen Systems, bestehend aus den Zähnen, dem Kiefergelenk und der Muskulatur. Nur die Koordination der einzelnen Bestandteile dieses Systems ermöglicht eine ungestörte Funktion.
Fehlstellungen der Zähne können genau wie Fehlfunktionen der Muskulatur oder der Kiefergelenke zu erheblichen Beeinträchtigungen des allgemeinen Wohlbefindens führen. Erste Symptome sind häufig Überempfindlichkeiten oder Lockerungen einzelner Zähne infolge von Fehlbelastungen, Knackgeräusche im Kiefergelenk oder Kopf- und Nackenschmerzen.
Natürlich spielt in der umfassenden Kieferorthopädie auch die Ästhetik eine große Rolle. Schöne Zähne und ein ungezwungenes Lächeln sind wichtige Entscheidungsgründe für den Wunsch zu einer kieferorthopädischen Behandlung.
Die Möglichkeiten der modernen Kieferorthopädie sind vielfältig.
Gerade die Entwicklung ästhetisch ansprechender Zahnspangen ermöglicht die gezielte kieferorthopädische Behandlung erwachsener Patienten, ohne wesentliche Einschränkungen in Ihrem privaten und beruflichen Alltag.
Braucht mein Kind eine Zahnspange?
Bei ca. einem Drittel der Bevölkerung liegt eine Zahn- oder Kieferfehlstellung vor. Oftmals sind Fehlstellungen von den Eltern nicht zu erkennen. Auch deshalb sind routinemäßige Besuche beim Zahnarzt wichtig. Der Zahnarzt rät in solchen Fällen, einen Kieferorthopäden aufzusuchen und eine Behandlungsnotwendigkeit abklären zu lassen. Die Behandlung beginnt meistens im Alter von 911 Jahren. Allerdings sollte bei bestimmten Fehlstellungen bereits früher behandelt werden. In den meisten Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung.
Welche Arten von Zahnspangen gibt es?
Mit herausnehmbaren Geräten können leichtere Fehlstellungen behandelt werden. Man unterscheidet s.g. aktive Geräte, mit deren Hilfe die Kiefer bei Engstand der Zähne gedehnt werden können und funktionelle Geräte, die eine Kieferfehlstellung beseitigen.
Festsitzende Zahnspangen oder Multibracketapparaturen werden auf die Zähne aufgeklebt. Ihre Wirkung ist sehr effektiv, da sie unabhängig vom Patienten wirken und die Zähne dreidimensional bewegen können. Außerdem können sie unabhängig vom Alter des Patienten eingesetzt werden. [mehr]
In manchen Fällen sind zusätzliche Hilfsmittel zur Zahnstellungskorrektur, wie z.B. der Gesichtsbogen erforderlich. Diese Geräte ermöglichen, bei exaktem Tragen, oftmals auf die Extraktion von bleibenden Zähnen verzichten zu können.
Um das Ergebnis einer kieferorthopädischen Behandlung möglichst unverändert zu erhalten, werden nach Entfernung der Zahnspange herausnehmbare Retentionsgeräte oder festsitzende Retainer eingesetzt. Der Vorteil der geklebten Retainer besteht darin, dass er unabhängig vom Patienten eine Langzeitstabilität gewährleistet. Er ist unsichtbar und garantiert gerade für die rezidivanfälligen Schneidezähne ein Höchstmaß an Stabilität.
Behandlung bei Erwachsenen ist das überhaupt möglich?
Schiefe Zähne müssen nicht sein, genau so wenig wie eine kieferorthopädische Behandlung ein Privileg der Jugendlichen ist.
Immer mehr erwachsene Patienten sind unzufrieden mit Ihrer Zahnstellung. Natürlich stehen dabei in erster Linie ästhetische Aspekte im Vordergrund. Der Grund für eine kieferorthopädische Behandlung liegt aber nicht immer nur in der Unzufriedenheit über schiefe Schneidezähne, sondern zunehmend auch in dem Wunsch, die eigenen Zähne möglichst lange zu erhalten, eine ungestörte Kaufunktion zu gewährleisten und die Kiefergelenke zu entlasten.
Deshalb nehmen immer mehr Patienten die Möglichkeit einer Zahnregulierung wahr, denn Kieferorthopädische Behandlungen können in jedem Alter durchgeführt werden!
Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?
Zahnfehlstellungen werden bei Erwachsenen fast ausschließlich mit festsitzenden Zahnspangen oder Schienen behandelt. Dabei unterscheiden sich die Zahnspangen für Erwachsenen deutlich von denen bei Kindern. Aufgrund ihres ästhetischen Bewußtseins und ihrer beruflichen und sozialen Einbindung kommen bei der kieferorthopädischen Behandlung Erwachsener meistens ästhetisch unauffällige Apparaturen zum Einsatz, wie z. B zahnfarbene Brackets, von innen befestigte Brackets oder durchsichtige Schienen. Oftmals sind deutliche Veränderungen bereits nach einigen Tagen zu registrieren. Selten dauert eine Behandlung länger als zwei Jahre.
Multibracketapparaturen können ästhetisch ansprechender durch die Verwendung zahnfarbener Brackets gestaltet werden Mit diesen Geräten können die Zahnbögen gut ausgeformt werden. Die Eingewöhnungszeit ist relativ kurz und die Tolleranz sehr gut. Ein ästhetisch und funktionell gutes Ergebnis ist in relativ kurzer Zeit zu erreichen.
Bei der Lingualtechnik werden spezielle Brackets auf die Innenseiten der Zähne geklebt. Der Vorteil dieser Methode besteht in der völligen Unsichtbarkeit der Zahnspange. Nachteile ergeben sich aus einer längeren Eingewöhnungsdauer und anfänglichen Sprechstörungen, die bis zu vier Wochen andauern können. Die Wirkung der Lingualtechnik und die Behandlungsdauer sind vergleichbar mit herkömmlichen Festsitzenden Geräten. [mehr]
Eine völlig neue Behandlungsmethode ist die so genannte Invisalign- Therapie. Dabei erfolgt die Zahnregulierung mit nahezu unsichtbaren Schienen. Die Eingewöhnung an die Spange entfällt und Nebenerscheinungen, wie Druckstellen sind nicht möglich.
Kiefergelenkerkrankungen
Erkrankungen der Kiefergelenke führen zu gestörten Funktionen des Kauorgans und zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens. Häufige Symptome sind Kiefergelenkknacken, schmerzhafte oder eingeschränkte Öffnungs- und Schließbewegungen, Kopf- und Nackenschmerzen sowie Ohrgeräusche.
Zur Abklärung der Ursachen von Störungen sind umfangreiche Untersuchungen notwendig. Dazu gehören neben einer ausführlichen Anamnese u. a. spezielle manuelle und instrumentelle diagnostische Maßnahmen. Verantwortlich für die Beschwerden sind in den meisten Fällen streßbedingte Faktoren wie z. B. Pressen und Knirschen sowie Zahnfehlstellungen.
Die kieferorthopädische Behandlung dieser Erkrankungen erfolgt in Abhängigkeit von der Diagnose mit Schienen oder durch gezielte Zahnstellungsregulierungen.